Digitale Lernförderung: Laptop-Projek…

Seit sieben Jahren setzt sich die Stiftung Startchance für gleiche Bildungschancen ein. In einem Großprojekt hat die Stiftung nun Laptops und iPads zur Lernförderung angeschafft. Auch Schüler aus weniger begünstigten Familien sollen die Möglichkeit zu digitalem Lernen haben. Gerade in unserer wohlhabenden Gegend besteht sonst die Gefahr, abgehängt zu werden.

Digital-Turbo für bessere Bildung

Digitale Geräte werden künftig ein Kernelement der Lernförderung der Stiftung sein. Sie sollen die digitale Soft-Skills vermitteln, die einen Mehrwert für den Bildungs- und Berufsweg der Schüler bedeuten.

„Die Digitalisierung des Schulunterrichts bietet enorme Chancen. Gerade für die Kinder in unserer Stiftung stellt sie aber auch eine große Herausforderung dar, wirklich dabei sein.“

Wulf von Schimmelmann, Stifter


Dank großzügiger Spender konnten in Rekordzeit 50 Surface-Laptops und 24 iPad Air eingesetzt werden. Zwischen der Projektidee von Stifter Wulf von Schimmelmann im Herbst 2020 und der praktischen Nutzung vergingen weniger als sechs Monate. Die Geräte dienen künftig intensiv der Lernförderung vor Ort und werden bei Bedarf an die Förderkinder daheim verliehen.

Die Investitionskosten wurden vor allem von der Accenture Stiftung, der Stiftung Allianz für Kinder, der Deutsche Post Stiftung, der Franz-Becken-Bauer-Stiftung und Sternstunden des Bayerischen Rundfunks getragen. Alle Stiftungs-Standorte in Starnberg, Schäftlarn, Berg-Aufkirchen und Geretsried wurden mit den Geräten ausgestattet. Herzlichen Dank!

Für beruflichen Erfolg ist es heute unbedingt notwendig, bei der Bildung auch eine digitale Basis zu schaffen.

Hellen Fitsch, Accenture Corporate Citizenship
Digitale Lernförderung bei der Startchance jetzt auch per Laptop

Zwei Säulen: Digitale Soft-Skills und Zugang zum Fernunterricht

Zugang zum Fernunterricht: Auch trotz Corona-bedingten Einschränkungen soll das Förderangebot der Stiftung aufrechterhalten werden – selbst im „Home-Schooling“. Mit dem Laptop-Projekt werden die Kinder zuhause genauso von ihren Coaches betreut wie vor Ort. Zudem haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, dem Distanzunterricht ihrer Schule zu folgen.

Digitale Soft-Skills: Die Lernförderung der Startchance wird um den Schwerpunkt „Digitales Lernen“ erweitert. Gerade in kontrolliertem Umfeld sollen Kinder und Jugendliche digitale Soft-Skills erlernen. Suchmaschinen, Office-Anwendungen und Lern-Apps sind wichtige Kenntnisse für später. Viele Teilnehmer unserer Stiftung haben kaum Zugang zu moderner Technik. Damit besteht besonders in der wohlhabenden Gegend südlich von München in der Nähe des Starnberger Sees die Gefahr, abgehängt zu werden. Das Laptop-Projekt verkleinert diese Lücke.

Stimmen zum Projekt

Stifter Wulf von Schimmelmann: „Die Digitalisierung des Schulunterrichts bietet enorme Chancen. Gerade für die Kinder in unserer Stiftung stellt sie aber auch eine große Herausforderung dar, wirklich dabei sein. Mit unserem Laptop-Projekt heben wir die Lernförderung unserer Stiftung auf ein neues Level. Digitales Lernen wird nun jede Woche integraler Teil unserer Förderung. Das schafft die Voraussetzungen für eine gute Zukunft in Schule und Beruf. Außerdem ermöglichen wir durch die Laptops und iPads unseren Schülern eine viel bessere Teilnahme am Distanz-Unterricht. Das Projekt leistet einen weiteren Beitrag für gleiche Bildungschancen für alle – ganz gleich welcher Herkunft oder familiärem Hintergrund. Herzlichen Dank an unsere Spender, die das ermöglichen.“

Hellen Fitsch, Corporate Citizenship bei Accenture: „Gleiche Bildungschancen für alle sind uns ein großes Anliegen. Die Stiftung Startchance ermöglicht Kindern gute Startchancen, deren familiärer Hintergrund das nicht automatisch mit sich bringt. Das Laptop-Projekt ist dafür ein weiterer Baustein. Für beruflichen Erfolg ist es heute unbedingt notwendig, bei der Bildung auch eine digitale Basis zu schaffen. Wir freuen uns, die Stiftung dabei als starker Partner zu begleiten.“

Juliane Glück, Pädagogische Koordinatorin der Stiftung am Standort Berg-Aufkirchen: „Die Laptops sind seit den Osterferien im Einsatz. Unsere Schülerinnen und Schüler schalten sich damit auch im Distanzunterricht in Video-Konferenzen mit den Coaches zusammen. Sie bearbeiten online Arbeitsblätter und üben in Lern-Apps. Außerdem können sie gerade jetzt im Distanzunterricht mit den Geräten auch dem normalen Unterricht folge. Das ist wichtig, damit die Schwächeren in der aktuellen Zeit nicht noch weiter abgehängt werden.“

Über die Startchance

Die Stiftung STARTCHANCE wurde 2014 von Stifter Wulf von Schimmelmann aus Berg/Aufkirchen gegründet, ist regional verwurzelt und ist auf die Unterstützung zahlreicher regionaler Unterstützer angewiesen. Die Stiftung ist derzeit an fünf Standorten im Oberland aktiv: In Berg-Aufkirchen, Starnberg, Schäftlarn und zweimal in Geretsried. Neben der wöchentlichen Lernförderung immer freitags werden derzeit 137 Kinder und Jugendliche auch an soziale, kulturelle und sportliche Aktivitäten herangeführt.

Unterstützt werden bei der STARTCHANCE insbesondere Schülerinnen und Schüler ab dem 2. Grundschuljahr. Die Unterstützung ist langfristig angelegt bis zum Eintritt ins Berufsleben. Rund 80 ältere Schüler und erfahrene Lehrkräfte betreuen die Kinder und agieren zugleich als Vorbilder. Das Angebot finanziert sich aus Spenden und ist völlig kostenlos für die Eltern.